Und weil es so schön war will ich wieder eine Inkarnation ansprechen in der ein gewaltiger Wendepunkt im menschlichen Miteinander eingeläutet wurde. Die vorhergehenden Veränderungen werden jetzt gekrönt von einem Spiel namens Geld. Angefangen hat es mit der Bezahlung von Bräuten mit Sachwerten wie Kamele, Rinder, Schweinen usw. Auch Schmuck kannte man schon. Der Mensch schmückt sich eben und will sich damit schöner machen als er ist. Je seltener das Material eines Schmuckstücks zu beschaffen war umso mehr Aufmerksamkeit erregte es und stachelte so den Neid der Mitmenschen an. So erschien der Neid in der materiellen Welt und das Gold aus der Erdkruste und den Flüssen. Aus Gold wurde Geld und aus Papier wurde viel Geld. Alles weitere kannst du aus den Finanzblättern entnehmen. Das ohmsche Gesetz hat Einzug in das weltliche Geldspiel genommen. Geld ist gleich Egoismus mal Gier. Ein abartiges Dreieck. Pythagoras hätte keine Freude daran wenn er schon damals in diesem Spiel einen Durchblick gehabt hätte. Mit entsetzen schliesse ich das Kapitel dieser Inkarnation.
Jetzt, in dieser beschriebenen Inkarnation ist Geld voll ins Spiel gekommen. Auch ich konnte mich dem nicht entziehen. Da ich ein Gehirn zum Nachdenken hatte brütete ich vor mich hin wie ich mich, ohne mich auf den Äckern abzumühen, an dem Geldkuchen beteiligen konnte. Die menschliche Moral litt an den Zuständen die das Geld zutage brachte. Es wurde gezecht und die Wohllust wurde käuflich. Es gab nun nicht mehr nur die sexuelle Anziehungskraft und die harmlose, lustvolle Vereinigung. Ab jetzt gab es die lustlose "Liebe". Das Zechen übte auch ich so manches mal aus. Es machte mich lustig und übermütig in dieser traurigen zeit. Die Wohllust genoss ich lieber kostenlos. Wenn ich sie auch durch mühevolle Überredungskunst bezahlte.
Da beobachtete ich , als ich faul im grünen, sanften Gras lag eine Horde wilder Affen. Sie kosteten die Früchte eines Mangobaumes die auf dem Boden am verfaulen waren. Und siehe da, sie wurden betrunken. Der Fruchtzucker der Mangofrüchte fermentierte zu Alkohol. Nun, Alkohol kannte ich noch nicht. Seine Wirkung auf das Gemüt, vor allem auf das menschliche Gemüt schon. Aber von dem sauren Bier das uns Menschen zu dieser Zeit meiner Inkarnation zur Verfügung stand musste man schon literweise zu sich nehmen um eine Wirkung zu verspüren.
Es gab schon Metall. Hauptsächlich Kupfer und auch kunstvoll gefertigte Kupferrohre verschiedener Durchmesser hergestellt. Desweiteren gab es natürlich auch Kupfertöpfe und so allerlei Geräte aus Kupfer. In meinem Geiste tat sich eine Welt auf die mir wohlbekannt über viele Inkarnationen war. Nämlich die Eingebung, oder auch vornehmer, Intuition genannt. Zum Schluss hat sich daraus eine Destille materialisiert. Die meines Wissens erste Schnapsbrennerei ist damit ins Licht der Welt gesetzt worden.
Früchte liess ich mit Wasser vermischt verfaulen was einen höllischen Gestank erzeugte. Aber die klare Flüssigkeit die meine Destille herausspuckte hatte es in sich. Ich machte Geld. Liess andere für mich arbeiten wie es sich für meinesgleichen gehört. Nur der reichste Mann der Welt wurde ich nicht. Dieser Titel hat mir ein Babylonier abgejagt der mit allem und alles handelte. Dies stimmt mich etwas traurig als ich meinen vom Alkohol angenagten Körper verlassen. musste. Zum Schluss war ich so krank, dass mir sogar das Geld schnurz und schnuppe wurde und ich mich mit dem damaligen Modegott verbündete. Mein Geld hat mir zum grossen Teil die schlaue Priesterkaste abgeluchst. Zum Ärger meiner Kinder, die den Gott Mammon anbeteten.
Mit den folgenden Inkarnationen nähere ich mich immer mehr zu meiner jetzigen, leiblichen Inkarnation im einundzwanzigsten Jahrhundert. Ich bin jetzt in der Zeit gelandet wo das Alte Testament in der Bibel entstand. Darin hiess es, dass das Weib mit Schmerzen ihre Kinder gebären sollte. Es war nicht immer so. Bisher wurden die Kinder weitgehendst in der freien Natur zur Welt gesetzt. Genauso nebensächlich wie eine Rindergeburt in der Pampa. Der vorhergehende Geschlechtsverkehr war oft schmerzlicher als die Niederkunft an einem plätschernden Bachlauf. Die ärztliche Kunst hat Einzug in dieser, meiner jetzig beschriebenen Inkarnation genommen. Waren bis jetzt nur einige grundlegende Krankheiten bekannt. Hauptsächlich ungesunder Lebenswandel. So schossen die Krankheitsbezeichnungen wie Pilze aus dem Boden . Tausende von lateinischen Namen wurde den Übeln gegeben. Kein normaler Bürger blickte mehr durch. Den armen Menschen wurde himmelangst und brachte den Ärzten fast göttlichen Respekt entgegen.
Das üppige Essen wurde etwas eingeschränkt und das übrig gebliebene Geld dem Arzt zugeschoben. Ein harmloser Husten wurde zur Katastrophe. Der Arzt oder die Hebamme verdienten sich dumm und dämlich an diesen neuen Krankheiten und dem Kindersegen. Ohne Arzt sollte keine menschliche Geburt mehr stattfinden. Den Eltern wurde Angst vor einer Naturgeburt eingebläut. Genauso wie den religiösen Schäfchen ein strafender Gott gepredigt wurde. Sogar Warzen wurden nicht mehr besprochen sondern angstvoll dem Arzt zum auskurieren übergeben. Der natürliche, von Gott selbst beeinflusste Instinkt, wurde dem menschlich vergoldeten, materiellen Verstand preisgegeben und damit ging die göttliche Intelligenz in den Gehirnwindungen verloren. Was für eine Ausgeburt und himmelsschreiende Verblödung dabei herauskommt wissen inzwischen einige helle Köpfe zur genüge.
Die menschlichen Institutionen halten diesen Schwachsinn aufrecht. Es gilt alt angestammtes Terrain zu verteidigen. Ausserdem lässt es sich als Staatsbeamter weitgehendst sorgenlos auf Kosten der Allgemeinheit leben. Die drei Geiseln der Menschheit, nämlich die Politik, die Religion und das Geld haben in dieser Inkarnation voll zugeschlagen. Stehen in voller Blüte. Das darauffolgende Chaos, das mit dem Einzug des einundzwanzigsten Jahrhunderts eingeläutet wird, ist die Folge dieser widernatürlichen, vom menschlichen Verstand ausgetüftelten Systemen. Und somit verlasse ich diese Inkarnation um einige Illusionen ärmer.
Fortsetzung folgt!
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