Dienstag, 22. Februar 2011

Fortsetzung 7

Alles ist dem babylonischen Geld verfallen. Der König ist nur noch eine Marionette. Priester haben im Hintergrund die wahre politische Macht in den Händen. Sie raffen das Geld der Bürger, durch harte Methoden eingetrieben, an sich und werfen dem König die abgenagten Knochen vor. Der König war machtlos. Wenn er einschreiten würde hätte er vielleicht sogar die Götter Babylons gegen sich. Und das sind nicht wenige. Was schlimmeres kann einem  König nicht passieren. Besonders wenn er satt ist und dekadent und sich nur noch um sein eigenes Wohlergehen kümmert. Das da sind: Wein, Weib, Spiel und Gesang. Grausige Spiele wie sie später nicht einmal die Römer aussinnen konnten.

Dies war die Situation die ich vorfand als ich Babylon kennenlernte. Aussen hui und innen pfui. Ich verkaufte meine ganzen Trockenfrüchte und erhielt babylonisches Tontafelgeld wovon ich die hier vorkommenden Nüsse kaufte. Ein glänzendes Geschäft wie ich meinen wollte. Meine Kamele würden wieder ganz schön was zum Schleppen haben.

Etwa die Hälfte meines Tontafelgeldes habe ich in Nüsse investiert, als plötzlich etwas ungeheures geschah. Man nahm mir die Tontafeln nicht mehr ab. Tontafelentwertung! Etwas mir völlig unbekanntes. Ich wusste zwar von den Schwankungen im Geldmarkt. Aber ich war auf Gold geeicht. Und Gold behielt immer noch etwas an Wert. Meine Tontafeln allerdings konnte ich in die Wüste werfen. Sand zu Sand. Ton zu Ton. Ich war der angeschmierte. Man hat es zwar schon läuten hören, dass die babylonische Währung in Probleme steckte. Aber es traf trotzdem alle wie die nassen Hunde. Keiner verstand mehr den anderen. Es herrschte Sprachverwirrung. Denn die Tontafelsprache war dem allgemeinen Volk nicht geläufig. Nur die Priesterkaste hatte den Zugang dazu.

Später wurden sie von dem wütendem Volk abgemurkst. Götter hin oder Götter her. Mit Tontafeln und verknöcherten Priestern konnte man halt nicht den knurrenden Magen beruhigen. Und Ratten als Proteinspender wurden auch immer rarer. Die heiligen Katzen wurden heimlich schon alle verzehrt. Bei Nacht und Nebel, dass der Katzengott es ja nicht mitbekommen würde. Den Turm zu Babel, den die Priesterkaste bis in den Himmel bauen wollte um den Göttern die Hand zu reichen, traf das gleiche Schicksal wie die Tontafeln. Sand zu Sand Ton zu Ton.

Die Ägypter konnte man noch  mit Zwiebeln beim Bau der Pyramiden bei Laune halten. Bei den Babyloniern klappte dieser Trick nicht. Da müsste schon Bier herhalten. Aber das kostete zu viel in der Herstellung. Ausserdem war der bekritzelte Ton wertlos geworden. Zuerst nahm das Pack Beschlag von dem Riesenbau und feierte darin seine Gelage. Dann zerfiel er. Lehm ist noch weniger haltbar wie Ton. Mit meinen Nüssen konnte ich den Schaden noch etwas eindämmen. Allerdings habe ich das eine gelernt. Traue keinen Tontafeln nicht!

Als ich alt war und meine Söhne das Geschäft weiterführten war ich zwar vermögend, vielleicht sogar reich, aber noch lange nicht der reichste Mann der Welt. Daher kann von Glück auch keine Rede sein. Tontafeln versauen mir immer noch den Appetit wenn ich nur an diese Dinge denke. Die Stadt Babylon versank mit seinen inzwischen auf viertausend Bürger eingeschrumpften Einwohnerschaft in Vergessenheit. Trockenobst hätte da länger gehalten.

Das Spiel mit Wein und Weib hat der Pöbel von dem inzwischen gelynchten Geldadel übernommen. Durch die übermässigen Saufgelage wurde das Immunsystem der restlichen Einwohner geschwächt und man vermutet, dass ein besonders gehässiger Gott ihnen einen Aidsvirus ins saure Bier geschüttet hat. Wohl bekomms!

Fortsetzung folgt!

Montag, 21. Februar 2011

Fortsetzung 6







Babylon, die biblische Stadt, dürfte jedem geläufig sein. Der Turm zu Babel sicher auch. Diese imaginäre Geschichte spielte sich also vor einigen Jahrtausenden ab. Der neugierige Leser kann sich ein Lexikon zur Hand nehmen oder im Internet nachsehen um das heutige Wissen über Babylon  zu studieren. Sicher sehr interessant für einige Leser. Sehen wir uns also diese vierhunderttausend Einwohner zählende Stadt an.

Schon von weitem kann man diese beeindruckende Stadt mit ihren vierzig Meter hohen Stadtmauern wahrnehmen. Aber noch beeindruckender ist ein Koloss von einem Gebäude das sich gut sichtbar noch in Konstruktion befindet. Es ist rund und abgestuft. Nein, es ist kein Gebäude. Hier ist ein Weltwunder am entstehen. Es ist der berühmteste Turm des Altertums. Der Turm zu Babel!

Wie die Ameisen sieht man die Menschen an diesem Turm herumwuseln. Ein geschäftiges Treiben kann man schon von weitem wahrnehmen. Dieser Turm überragt alles. In meiner jetzigen Inkarnation bin ich ein Geschäftsmann der mit Trockenobst handelt. Ja, Trockenobst! Was gibt es denn da zu lachen? In meiner Zeit kannte man noch keine Konservendosen und das Früchtezeugs wurde auf diese Weise, als zusammengeschnurrtes etwas haltbar und handelbar gemacht. Es ist kein schlechtes Geschäft wenn man sich einen guten Kundenstamm herangezogen hat. Ich bin am überlegen ob ich nicht noch Nüsse in mein Angebot nehmen soll.

Ich bin sehr Ehrgeizig und will reich werden. Vermögend bin ich ja schon. Glücklich bin ich aber noch nicht. Ich will der reichste Mann der Welt werden. Vielleicht werde ich dann glücklicher. Babylon besuche ich zum Ersten mal. Diese Stadt ist ziemlich weit von meiner Heimatstadt entfernt. Ich habe schon vieles über diese sagenhafte Stadt gehört. Hier kann man sicher gute Geschäfte machen. Babylon ist die grösste, schönste und reichste Stadt der mir bekannten Welt. Und wenn das nichts ist.

Ich passierte das unbewachte Stadttor .Eins von vielen anderen. Diese Stadt fühlte sich sicher. Es ist eine bis an die Zähne bewaffnete Hochkultur. Die Mächtigste ihrer Zeit. Es ist eine Handelsstadt und durch Handel reich geworden. Nicht gerade der Pöbel, der die Strassen und Gassen durchflutet ist reich, sondern eine kleine, feine Gesellschaft die durch Handel einen derartigen Einfluss gewonnen hat, dass sie insgeheim an Macht die des Königs der Babylonier übertraf. Und warum sind die anderen nicht reich sondern offensichtlich arm? Sie provozieren, durch ihre Erniedrigung verursacht, die halbwegs anständigen Bürger. Es ist das Geldsystem das die Menschen in ein paar Reiche und viele, viele arme Menschen aufteilt.

Die paar übrig gebliebenen, mittelständischen Bürger halten sich unsichtbar um nicht aufzufallen. Sie haben Angst vor dem stehlenden und mordenden Abschaum der die Strassen unsicher macht. Materielle Armut verführt zu provozierenden Trotzhandlungen und nicht nur zu Raub und Todschlag wie ich ernüchtert feststellen musste. Eine weitere unsichtbare Macht im Staate ist das sogenannte Beamtentum. Korrupte Banditen im Schutz eines langsam dahinfaulenden Staates. Denn anders kann ich das nicht beschreiben was ich vorfand, als ich die Stadt durchmarschierte um sie kennen zu lernen. Es wurde mir empfohlen bei Einbruch der Dunkelheit nicht auf die Strasse zu gehen und ausserdem abseits gelegene Stadtviertel und gewisse Strassen zu meiden. Ich hielt mich daran. Aber was ich so vernahm lässt mich diese grossartige Stadt mit etwas anderen Augen sehen.

Fortsetzung folgt!

Sonntag, 20. Februar 2011

Fortsetzung 5

Hallo, jetzt bin ich wieder putzmunter da. Eine glorreiche Inkarnation war für mich vorbereitet worden. Nicht so sehr im Hinblick auf das Geldverdienen sondern als Riesenschritt zu der Erkenntnis,  dass es so etwas wie eine göttliche Moral gibt die sich irgendwie in der Brust bemerkbar  machte. Ich war also jetzt ungefähr halb erleuchtet. Sicherheitshalber habe ich aber den Pfaffen noch ein paar Silberstücke unterschoben damit meine bisherige Schuld in Gottes Namen vergeben wurde. Das Geld dazu habe ich so weit es ging mit reinem Gewissen erworben. Keine Schnapsleichen und keine Fliegenpilzleichen säumten diesmal meinen Weg. Ich habe die Weichen auf den Weg nach oben hin zum göttlichen Paradies gestellt. Nur war ich mir darüber noch nicht bewusst. Aber geklingelt hat es auf jeden Fall. Auch diesmal half mir ein seltsamer Zufall, dass ich mir einen Broterwerb einhandelte der diesmal moralisch astrein war. Diese Geschichte muss ich unbedingt erzählen.

Ich stammte aus einem armen Haus ab. Der Tisch war oft so kahl wie die Glatze meines trinkenden Vaters. Er schlug mich oft durch sein eigenes schlechtes Gewissen provoziert. Er war mit sich selber und seinem miserablen Leben unzufrieden. Meine Mutter ist schon vor Jahren aus gram und an der Schwindsucht dahingegangen weil der Hunger ihr buchstäblicher Bundesgenosse war. Der Alte hat alles weggesoffen was sie mit Wäschewaschen heimbrachte. Ich musste für meine vorhergehenden Inkarnationen büssen. Ich fühlte es.

Wieder einmal wurde ich, jetzt schon fast erwachsen, von meinem schon verblödeten Alten auf Futtersuche weggeschickt. Das Huhn des Nachbarn stach in sein Auge. Dazu reichte sein Verstand noch. Aber vermutlich war es sein versoffener Magen der das Denken übernahm. Auf jeden Fall hatte der Alte einen Heisshungeranfall. Wie so oft nach einem ordentlichen Saufgelage. Es war Winter und bitterkalt. Die Spuren im Schnee würden mich verraten, wenn ich auf das Grundstück des Nachbarn ging. Ich setzte mich unter einem Zwetschgenbaum. Wohl bemerkt unter einem Zwetschgenbaum und brütete so vor mich hin. Plötzlich fiel etwas auf meine Wollmütze und ich glaubte schon, dass mich ein Vogelschiss, im Fluge abgefeuert, voll auf meinem Haupte ins Schwarze getroffen hat. Ich zog die Mütze herunter um sie zu begutachten. Nichts war zu erkennen.

Dann blickte ich um mich. Und siehe da, etwas kleines, verschrumpeltes lag zu meiner Seite. Schwarz und hässlich. Ich konnte eine ausgetrocknete Zwetschge erkennen mit denen sich normalerweise kein Mensch abgab. Früchte wurden frisch genossen oder als durchsichtige, im Mund brennende Flüssigkeit umgewandelt, den Hals heruntergekippt. Ich hatte einen Bärenhunger und nahm das verschrumpelte Ding in die Hand und roch daran. Es roch fruchtig und nicht schlecht, wie Trockenobst eben so riecht. In diesem Fall gefriergetrocknet. Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Mein Hunger besiegte den Ekel und ich knabberte  etwas an der Zwetschge. Süss und aromatisch kitzelte das lederartige Fruchtfleisch meinen Gaumen. Ich ass das ganze Ding auf und verschluckte mich fast an dem Kern der Frucht. So gierig wurde ich nach der ersten Zungenprobe. Zum Teufel, ich hätte nicht gedacht, dass so etwas hässliches wie eine ausgetrocknete Zwetschge so gut schmecken kann. Und das nicht nur wegen meinem Hunger, sondern es war wirklich ein himmlischer Genuss.

Der Teufel möge mir verzeihen. Diese ausgetrocknete Zwetschge sollte mein Leben verändern und mit mir das Leben vieler meiner Zeitgenossen. Denn trockene Zwetschgen waren haltbar und machten dem Hunger in der Winterszeit in Zukunft ein Schnäppchen. Dieser Zwetschgenfall auf mein Haupt hatte weltbewegende Auswirkungen die nur noch von einem Apfelfall in einem späteren Jahrhundert auf das Haupt eines alchemistischen Denkers übertroffen wurde. Der stellte fest, dass alle Dinge nach unten fielen. Gravitationsgesetz nannte er dies und fing an zu rechnen und zu rechnen. Bis heute weiss man aber nicht wie das Ganze funktioniert. Nichts desto trotz, die Trockenfrucht war geboren. Etwas handgreifliches und mathematisch fast unberechenbares aber vor allen Dingen etwas sättigendes.

Zwetschge, Pfirsich und noch so viele Früchte mehr wurden von mir getestet und getrocknet. Bald hatte ich auch heraus, wie ich die Früchte am besten trocknen konnte. Weintrauben liess ich im Winter am Stock austrocknen. Zwetschgen in der schattigen und luftigen Wärme eines Spätsommer. Ich wurde Trockenobstexperte. Und eigenartigerweise wurde wieder die Zwetschge mein Verkaufsschlager. Diesmal in einem anderen Aggregatzustand.

Ich handelte mit diesen Früchten und wiederum kam ich in den unverdienten Genuss eines Geldregens. Aber ich will meine Arbeit nicht schmälern, denn nicht jeder setzt eine gute Idee in die Realität um. Und nicht jeder der am Kopf von etwas getroffen wurde bekam eine leuchtende Idee die man heute eine Intuition benennen würde. Meinen verbitterten Vater konnte ich nicht mehr retten. Die Leber! Aber mein jetziges Gewerbe konnte ich wenigstens mit meinem jetzt erwachtem Gewissen vereinbaren. Wenn mein Leben auch bei weitem noch nicht perfekt war.

Samstag, 19. Februar 2011

Fortsetzung 4

Nach einigen Inkarnationen wo ich als angesehener Schnapsbrenner finanziell gesehen gut über die Runden kam wurde ich doch in dieser jetzt beschriebenen Inkarnation so langsam nachdenklich. Ich konnte die Folgen beobachten, die mein Schnaps unter den Menschen anrichtete. Besonders mein Zwetschgenwasser, dessen Rezept ich instinktiv und durch Intuitionen über die ganzen Inkarnationen herübergerettet bekam und mit dem ich in jeder meiner letzten Inkarnationen grossen finanziellen Erfolg verbuchen konnte, hatte  eine für mich nicht zu übersehende Auswirkung an meinen Kunden.

Die Geldkasse, deren Einnahmen ich täglich zählte, machten mich zum Erbsenzähler. Ich stellt eine Statistik auf, die die Vorteile und die Nachteile des Zwetschgenwassers ersichtlich machen sollte. Mein Instinkt sagte mir zwar, dass das Gesöff ungesund für die menschliche Gesundheit und vor allen Dingen für die menschlichen Moral ist, aber ich musste dies gallenblau auf schmutziggelben Papier bestätigt bekommen. Und selbstverständlich auch ausgiebig analisieren.

Ich trank einen selbst hergestellten Magenbitter den später vor allen Dingen Jäger bevorzugten, weshalb ich diese Berufssparte durch die Namensgebung des Schnapses verewigte und ehrte. Jägerlatein nannte ich dieses edle Gesöff. Meine Leber spielt nicht mehr so ganz mit. Das häufige Probetrinken wirkte sich negativ auf meine Gesundheit aus. Diese Alarmzeichen schrieb ich aber mehr meinem fetten Essen zu. Heute weiss ich, dass beides seine Wirkung tat. Das Fett verlangte nach einem Magenbitter und der Magenbitter verlangte nach Fett. Eine höllische Bruderschaft.

Nach nächtelangen grübeln und vielen Stammtischsitzungen in der ich die Folgen des Alkohols direkt und durch gar nicht so lustige Geschichten vorgeführt bekam konnte ich meine Statistik abschliessen. Von meinen Stammtischbrüdern waren dreiviertel Alkoholiker. Davon die Hälfte krank und wieder davon die Hälfte arbeitsunfähig. Die meisten hatten Probleme mit der Familie. Dies genügte. Auf den ganzen Staat hochgerechnet ist gut ein Drittel der Menschheit dem Teufel Alkohol verfallen. Die Folgen muss ich hier nicht aufführen. Sie sind zur Genüge bekannt. Ich wurde Antialkoholiker mit einer Schnapsfabrik am Halse. Muss ich noch mehr erzählen?

Der Erleuchtungsprozess nahm in meinen weiteren Inkarnationen einen heftigen Anschub. In der folgenden Inkarnation wurde ich in die Wiege einer Fabrikantenfamilie gelegt. Eine angesehene Schnapsbrennerdynastie die ich selbst in einer der vorhergehenden Inkarnationen gegründet hatte. Natürlich wusste ich das in meiner jetzigen Inkarnation nicht mehr. Wie allgemein bekannt, wird ja einem der Mantel des Vergessens angezogen wenn man in eine neue Inkarnation schlüpft. Diese Inkarnation war aus der Sicht meiner Eltern total versaut. Aus meiner Sicht ein Meilenstein in meinem Erleuchtungsprozess. Instinktiv verabscheute ich den Alkohol an dem meine Familie sich dumm und dämlich verdiente. Aber auf einem Acker die Kartoffeln aufzulesen wie die schlauen Bauern lag mir auch nicht. Es blieb mir nichts anderes übrig als einen Taugenichts abzugeben.

Ich wurde zum Protestler. Zum Revoluzzer. Zum schwarzen Schaf einer schweinereichen Familie. Wenn lange Haare Mode waren schnitt ich sie mir kurz. Wennn kurze Haare Mode waren liess ich sie mir bis zum Hintern herunterwachsen. Ich war nie glücklich in meiner Haut. Ich war nie zufrieden. Ich wusste selbst nicht was mit mir los war. Eine alte Hexe verriet mir ein Rezept mit Fliegenpilzen um meine Depressionen wegfliegen zu lassen. Es funktionierte! Und ein paar Tropfen Talent zum Geschäfsmann hatte ich noch in mir. Also stellte ich selbst diese segensreiche Rezeptur in Massen her und verkaufte die Droge an weitere Unglücksraben und Taugenichtse. Das Geschäft lief, ohne dass ich mich dazu anstrengen musste. Verkappte Genies gab es ja genug die das Teufelszeug für mich an den Mann brachten.

Ich wurde reich. Mit dreissig Jahren war ich reicher als meine ganze Schnapsbrennerfamilie zusammen. Der Fliegenpilz hatte einen Nachteil, jedoch einen grossen Vorteil für meinen Geldbeutel. Man wurde süchtig danach. Alles Konzentrierte macht süchtig wie ich feststellen musste. Ob es Alkohol, Zucker, Sex, Geld oder eben meine Fliegenpilzdroge war. Wieder war ich der angeschmierte. Trotz meines Reichtums macht ich mir heftige Selbstvorwürfe, denn die Fliegenpilzkonsumenten fielen wie die Fliegen durch eine eigenartige Immunschwäche um . Damals nannte man das noch: "Der Herr hat ihn zu sich genommen".  Und man beliess es dabei. An was man dahinschied war jedem seine eigene Sache. Weltliche Verfolgung hatte ich also nicht zu befürchten.

Aber trotzdem fühlte ich mich verfolgt. Nämlich von meinem Gewissen. Ja, meinem Gewissen! Das Wort Gewissen war in meiner jetzigen Inkarnation noch nicht so bekannt wie zu unserer Zeit. Obwohl man die Bibel von Hinten nach vorne und von vorne nach Hinten auswendig dahersagen konnte. Die Sauereien von den Priestern wurden kopiert und heiliggesprochen und die Sauereien von dem jeweiligen Hochwohlgeborenen König respektiert und wenn man es sich erlauben konnte nachgeahmt. Aus und amen.

Unterschwellig erkannte ich diese Zustände und verachtete sie. Kein Wunder, dass ich ein Rebell wurde. Das Geld, das ich mit den Fliegenpilzen verdiente  habe ich einer gemeinnützigen Gesellschaft vermacht, da ich durch den Fliegenpilz impotent wurde und keine Nachkommen zeugen konnte. Der krönende Abschluss meiner Geschichte war noch die Tatsache, dass der gemeinnützige Verein, kurz nach dem er mein Geld empfangen hatte, aufgelöst wurde und der Anführer dieser Sekte mit ein paar grossen Koffern gesehen wurde, als er sie in eine Reisekutsche verfrachtete. Er verschwand für immer. Ich hatte natürlich noch genug Geld übrig. Aber geniessen  konnte ich es nicht mehr. Der Pilz hatte meine Leber zerfressen. Auf Wiedersehen in meiner nächsten Inkarnation.

Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 16. Februar 2011

Fortsetzung 3

Und weil es so schön war will ich wieder eine Inkarnation ansprechen in der ein gewaltiger Wendepunkt im menschlichen Miteinander eingeläutet wurde. Die vorhergehenden Veränderungen werden jetzt gekrönt von einem Spiel namens Geld. Angefangen hat es mit der Bezahlung von Bräuten mit Sachwerten wie Kamele, Rinder, Schweinen usw. Auch Schmuck kannte man schon. Der Mensch schmückt sich eben und will sich damit schöner machen als er ist. Je seltener das Material eines Schmuckstücks zu beschaffen war umso mehr Aufmerksamkeit erregte es und stachelte so den Neid der Mitmenschen an. So erschien der Neid in der materiellen Welt und das Gold aus der Erdkruste und den Flüssen. Aus Gold wurde Geld und aus Papier wurde viel Geld. Alles weitere kannst du aus den Finanzblättern entnehmen. Das ohmsche Gesetz hat Einzug in das weltliche Geldspiel genommen. Geld ist gleich Egoismus mal Gier. Ein abartiges Dreieck. Pythagoras hätte keine Freude daran wenn er schon damals in diesem Spiel einen Durchblick gehabt hätte. Mit entsetzen schliesse ich das Kapitel dieser Inkarnation.

Jetzt, in dieser beschriebenen Inkarnation ist Geld voll ins Spiel gekommen. Auch ich konnte mich dem nicht entziehen. Da ich ein Gehirn zum Nachdenken hatte brütete ich vor mich hin wie ich mich, ohne mich auf den Äckern abzumühen, an dem Geldkuchen beteiligen konnte. Die menschliche Moral litt an den Zuständen die das Geld zutage brachte. Es wurde gezecht und die Wohllust wurde käuflich. Es gab nun nicht mehr nur die sexuelle Anziehungskraft und die harmlose, lustvolle Vereinigung. Ab jetzt gab es die lustlose "Liebe". Das Zechen übte auch ich so manches mal aus. Es machte mich lustig und übermütig in dieser traurigen zeit. Die Wohllust genoss ich lieber kostenlos. Wenn ich sie auch durch mühevolle Überredungskunst bezahlte.

Da beobachtete ich , als ich faul im grünen, sanften Gras lag eine Horde wilder Affen. Sie kosteten die Früchte eines Mangobaumes die auf dem Boden am verfaulen waren. Und siehe da, sie wurden betrunken. Der Fruchtzucker der Mangofrüchte fermentierte zu Alkohol. Nun, Alkohol kannte ich noch nicht. Seine Wirkung auf das Gemüt, vor allem auf das menschliche Gemüt schon. Aber von dem sauren Bier  das uns Menschen zu dieser Zeit meiner Inkarnation zur Verfügung stand musste man schon literweise zu sich nehmen um eine Wirkung zu verspüren.

Es gab schon Metall. Hauptsächlich Kupfer und auch kunstvoll gefertigte Kupferrohre verschiedener Durchmesser hergestellt. Desweiteren gab es natürlich auch Kupfertöpfe und so allerlei Geräte aus Kupfer. In meinem Geiste tat sich eine Welt auf die mir wohlbekannt über viele Inkarnationen war. Nämlich die Eingebung, oder auch vornehmer, Intuition genannt. Zum Schluss hat sich daraus eine Destille materialisiert. Die meines Wissens erste Schnapsbrennerei ist damit ins Licht der Welt gesetzt worden.

Früchte liess ich mit Wasser vermischt verfaulen was einen höllischen Gestank erzeugte. Aber die klare Flüssigkeit die meine Destille herausspuckte hatte es in sich. Ich machte Geld. Liess andere für mich arbeiten wie es sich für meinesgleichen gehört. Nur der reichste Mann der Welt wurde ich nicht. Dieser Titel hat mir ein Babylonier abgejagt der mit allem und alles handelte. Dies stimmt mich etwas traurig als ich meinen vom Alkohol angenagten Körper verlassen. musste. Zum Schluss war ich so krank, dass mir sogar das Geld schnurz und schnuppe wurde und ich mich mit dem damaligen Modegott verbündete. Mein Geld hat mir zum grossen Teil die schlaue Priesterkaste abgeluchst. Zum Ärger meiner Kinder, die den Gott Mammon anbeteten.

Mit den folgenden Inkarnationen nähere ich mich immer mehr zu meiner jetzigen, leiblichen Inkarnation im einundzwanzigsten Jahrhundert. Ich bin jetzt in der Zeit gelandet wo das Alte Testament in der Bibel entstand. Darin hiess es, dass das Weib mit Schmerzen ihre Kinder gebären sollte. Es war nicht immer so. Bisher wurden die Kinder weitgehendst in der freien Natur zur Welt gesetzt. Genauso nebensächlich wie eine Rindergeburt in der Pampa. Der vorhergehende Geschlechtsverkehr war oft schmerzlicher als die Niederkunft an einem plätschernden Bachlauf. Die ärztliche Kunst hat Einzug in dieser, meiner jetzig beschriebenen Inkarnation genommen. Waren bis jetzt nur einige grundlegende Krankheiten bekannt. Hauptsächlich ungesunder Lebenswandel. So schossen die Krankheitsbezeichnungen wie Pilze aus dem Boden . Tausende von lateinischen Namen wurde den Übeln gegeben. Kein normaler Bürger blickte mehr durch. Den armen Menschen wurde himmelangst und brachte den Ärzten fast göttlichen Respekt entgegen.

Das üppige Essen wurde etwas eingeschränkt und das übrig gebliebene Geld dem Arzt zugeschoben. Ein harmloser Husten wurde zur Katastrophe. Der Arzt oder die Hebamme verdienten sich dumm und dämlich an diesen neuen Krankheiten und dem Kindersegen. Ohne Arzt sollte keine menschliche Geburt mehr stattfinden. Den Eltern wurde Angst vor einer Naturgeburt eingebläut. Genauso wie den religiösen Schäfchen ein strafender Gott gepredigt wurde. Sogar Warzen wurden nicht mehr besprochen sondern angstvoll dem Arzt zum auskurieren übergeben. Der natürliche, von Gott selbst beeinflusste Instinkt, wurde dem menschlich vergoldeten, materiellen Verstand preisgegeben und damit ging die göttliche Intelligenz in den Gehirnwindungen verloren. Was für eine Ausgeburt und himmelsschreiende Verblödung dabei herauskommt wissen inzwischen einige helle Köpfe zur genüge.

Die menschlichen Institutionen halten diesen Schwachsinn aufrecht. Es gilt alt angestammtes Terrain zu verteidigen. Ausserdem lässt es sich als Staatsbeamter weitgehendst sorgenlos auf Kosten der Allgemeinheit leben. Die drei Geiseln der Menschheit, nämlich die Politik, die Religion und das Geld haben in dieser Inkarnation voll zugeschlagen. Stehen in voller Blüte. Das darauffolgende Chaos, das mit dem Einzug des einundzwanzigsten Jahrhunderts eingeläutet wird, ist die Folge dieser widernatürlichen, vom menschlichen Verstand ausgetüftelten Systemen. Und somit verlasse ich diese Inkarnation um einige Illusionen ärmer.

Fortsetzung folgt!

Dienstag, 15. Februar 2011

Fortsetzung 2

Die nächste Inkarnation, die ich in loser Reihenfolge auswähle, war nicht mehr so unkompliziert wie die vorhergehende. Meine Gedanken und Vorstellungen lassen mich diese Inkarnation im Alter von vierzehn Jahren erleben. Ich wusste schon was es hiess wenn man seinen Vater im sogenannten Krieg verliert. Ja, das Wort Krieg war in dieser Inkarnation schon aus dem Urgrund erschienen. Es war noch sehr neu und noch nicht so furchterregend mit Emotionen geladen wie im zwanzigsten Jahrhundert. Ich war ein schlaues Kerlchen und ein guter Beobachter. In der damaligen Zeit gab es noch kein Geldsystem. Und Grund und Boden gab es unübersichtlich viel. Dies waren also keine Streitobjekte für meine Mitmenschen. Auch Langweile war kein Grund für tödliche Kriegsspiele. Es waren Machtansprüche die den Krieg provozierten.

Während früher die Frauen durch ihre bevorzugte göttliche Intelligenz ohne grosse Streitereien dem Fussvolk den Weg zeigten, bevorzugten die jetzigen Herrensöhne den alleinigen Machtanspruch. Führer, die den materiell angelegten menschlichen Verstand bevorzugten, setzten mit Gewalt ihren Anspruch auf einen Führungsposten durch. Die Diktatur hat in der materiellen Ebene Einzug gefunden und unterschied sich in nichts von den heutigen Diktaturen. Die Führer suchten sich Mitstreiter und die Politik war geboren und entwickelte sich zu den heutigen Auswüchsen. Demokratie mit eingeschlossen. Das Leben wurde ab jetzt so langsam ungeniessbar. Und damit will ich diese lieblose Inkarnation angewidert verlassen.

Vom Regen in die Traufe. Dies kann man in meiner jetzt empfundenen Inkarnation voll behaupten. Die Machtmenschen gierten nach sogenanntem Luxus. Sie wollten sich von dem allgemeinen Pöbel abheben. Sie wurden sesshaft und mit ihnen die zugehörige und hörige Sippschaft. Bald waren die essbaren Pflanzen und Früchte in der nächsten Umgebung vertilgt. Aus Hunger wurden zuerst kleine Tiere und dann immer grössere Tiere getötet und herunter geschlungen. Es war die pure Not die zu diesem Verzehr zwang. Denn Genuss war noch nicht bei diesem Fleischverzehr vorhanden. Ja, die Meisten ekelten sich instinktiv vor dieser blutigen Mahlzeit. In dieser, meiner jetzigen Inkarnation, kannte man nicht das erhitzen von Fleisch um es schmackhafter und ansehnlicher zu machen. Schnell verlasse ich diese Inkarnation. Sie war für mich wenig appetitlich.

Es waren viele Jahrhunderte und etliche Inkarnationen vergangen und ich darf jetzt die folgende Inkarnation beschreiben. Eine gewaltige Veränderung hat sich in der menschlichen Entwicklung ergeben. Ich war jetzt in meinem zwanzigsten Sonnenjahr angelangt. Ich war gewitzt und besass eine feinfühlende Schläue durch die vielen vorhergegangenen Inkarnationen die unbewusst in mir wirkten. Ich wurde damals schon mit Intuitionen und gesundem Menschenverstand gesegnet und wusste, und verspürte vor allen Dingen, dass etwas mit der menschlichen Gesellschaft gewaltig schieflief. es waren keine Pflanzen und keine Früchte und vor allem keine wilden Tiere mehr in der Umgebung der menschlichen Ansammlungen vorzufinden. Die mühelose bisherige Nahrungsversorgung von der Hand in den Mund klappte nicht mehr. Den Spruch in der Bibel, dass man im Schweisse seines Angesichts sein Brot verdienen müsste ist Realität geworden. Lange bevor diese Erkenntnis in diesem heiligen Buche erwähnt wurde. Es war kein Gott der uns bestrafte, sondern unsere eigene Ignoranz und der durch Machtansprüche in die materielle Welt gezogene Egoismus und die daraus resultierende Gier.

Jetzt kam eine dritte Spezies Mensch ins Spiel. Ausser dem Führer und seinen Anhängern zusätzlich der Knecht. Der geknechtete Mensch. Und als Folge davon der erniedrigte Mensch. Es gab also jetzt drei Stufen in der menschlichen Hyrarchie. Als erstes der Führer, der sich manchmal auch als göttlich angehauchte Erscheinung ausgab. Als zweite Stufe den Bürger der als Handlanger und speichelleckende Kreatur dem Führer zu arbeitete. Und als dritte Stufe den erwähnten Knecht oder Sklaven. Aus diesen drei Stufen entwickelte sich das heutige hyrarchische System. Man nennt es auch Pyramidensystem.

Im Grunde hat sich nichts geändert. Zu dem Führer brauche ich nichts weiter erwähnen. Dies sind heute die Leute die sich den anderen überlegen fühlen. Egal was sie für eine Position ausführen. Ob König oder Bordellbesitzer. Die zweite grosse Masse Mensch sind heute zum Beispiel die Beamten. Die höheren Angestellten. Die Soldaten. Die meisten Politiker. Ich könnte noch viele weitere menschliche Abartigkeiten erwähnen. Aber lassen wir das. Die dritte Stufe sind heute die Mitläufer. Die Fliessbandarbeiter. Die Lohnempfänger undsoweiter undsofort. Schlupflöcher wie das Priestertum, das Dienstleistungsgewerbe usw. möchte ich hier nicht aufführen. Sie würden alles nur noch komplizierter machen. Dieses Buch soll ja keine Doktorarbeit abgeben. Diese Hyrarchie ist auch bei den verschiedenen Religionen und bei den mafiösen Strukturen zu erkennen. In meiner damaligen Inkarnation erkannte ich, dass der Anfang vom Ende der menschlichen Freiheit eingeläutet wurde. Traurig verlasse ich diese Inkarnation.

Fortsetzung folgt!

Inkarnationsverlauf

Lieber Leser, hiermit wirst du Zeuge wie ein Roman aus dem Urgrund hervorgezogen wird. Dies geschieht mit Intuitionen, schöpferischer Kreativität und Fantasie.

Intuitionen sind direkte Eingebungen von dem Schöpfer. Kreativität ist die schöpferische Arbeit dabei. Zum Beispiel Bleistiftspitzen. Und Fantasie ist die menschliche Schöpferkraft die durch die Umwelteinflüsse und Erziehung entwickelt oder unterdückt wird. Oft auch Fehlgeleitet.

Ich mache keinen Plan und schreibe einfach los nachdem ich den Computer eingeschaltet habe. Was herauskommt weiss ich vorher nicht. Nur eine gewisse Atmosphäre entwickle ich in meinem Kopf. Das heisst eine vergnügliche, besserwisserische, zornige und was weiss ich noch für gefühlsgeladene Landschaften. Und dann fliesst der Text. Gehen wir also nun auf die Reise.





Kleiner Ausschnitt aus meinem Inkarnationsverlauf


Ich stelle jetzt den Empfang meiner Intuitionen auf volle Empfangsbereitschaft und schwinge fast unbewusst meine Feder. Mal sehen, was dabei herauskommt. Ahhh, jetzt fangen sie an zu fliessen. Die Intuitionen natürlich. Ich fange an zu kritzeln so schnell es mir meine Hand erlaubt. Verzeihe mir, lieber Leser, kleine Unperfektheiten in der Wiedergabe meines Intuitionsflusses. Der intuitionsgetreu wiedergegebene Sinn und Sachverhalt sind mir wichtiger als schön gehobelte Worte auf weissem Papier. Nein, ich habe gelogen. Ich bin in die eitle Falle gestolpert. Ich benütze standesgemäss einen Computer und hacke die mir eingegebenen Intuitionen mit flinker Hand auf die Tasten wo sie von dort aus auf die Festplatte übertragen und gespeichert werden.

Vielleicht klingt dieser trockene, technisch angehauchte Satz in fünfzig Jahren romantischer. Warten wir es ab. Ich schweife gerne ab. Eine stilistische Sünde von mir ...Bilder steigen auf. Meine Fantasie schaltet sich durch. Jetzt gibt es ein Gemisch von göttlich inspirierten Intuitionen und menschlich angehauchter Fantasie. Wenn ich diesen Abschnitt abgeschlossen habe werde ich selbst überrascht sein was da herauskommt. So wie ich fast dieses ganze Buch ohne Plan aus meinem Kopf herausleiere und ich nie weiss wohin der Zug geht. Dies ist eben meine Art zu schreiben. Mühelos noch dazu. Weil ich keine schweisstreibende Überlegungen anstellen muss wie ein Satz geschliffener dargestellt werden kann oder wie ich meinen Verstand intelligenter zur Schau stellen kann. Ein freudiges , lockeres und befreiendes Schreiben, wie ich dem geneigten Leser mitteilen darf.

Babylon..., Baby...,  Nein, jetzt komme ich auf eine andere Zeitschiene. Ich bin noch etliche tausend Jahre vor Babylon in meine damalige Inkarnation geschlüpft. Brrr, es war kalt und eben wurde ich von dem warmen Leib meiner Mutter unsanft auf den Blätterboden gelegt. Ich war geboren! Eine wahrhaft unsanfte Angelegenheit. Mit trockenem Gras wischte man mich ab und wickelte mich dann in warme Pelze. Erschöpft schlief ich in den Armen meiner Mutter ein und es folgte ein Schlafen und ein Saugen was mir ein himmlisch schmeckendes Getränk verschaffte.

Ich wuchs heran und genoss die herrlichen Freiheiten meiner Jugend. Ich ahmte spielend die Tätigkeiten der Erwachsenen nach. Dies war Lernen in seiner natürlichsten Form. Mit Freude, Lust und spielend brachte ich mir selbst das Wichtigste bei, was ich als erwachsener Mann brauchen würde. Nur hin und wieder wurde ich von den Erwachsenen beraten. Manche Tolpatschigkeit von mir wurde lachend übergangen. Strafe und Rechthaberei kannte man noch nicht. So wurde ich zu einem selbstbewussten, fröhlichen jungen Mann erzogen. Nein, nicht erzogen. Ich selbst erzog mich an den Beispielen die mir die Erwachsenen freudig vorführten. Muss ich noch weiteres von dieser Inkarnation aus grauer Vorzeit berichten? Nein, nur soviel, dass mir die grauen Vorzeiten die liebsten Erinnerungen bescheren wenn ich die Gelegenheit bekam meine Inkarnationen zu überblicken.

Fortsetzung folgt!



Montag, 14. Februar 2011

Willkommengruss

Hallo,
hier bin ich wieder! Vielleicht seid ihr von meinem anderen Blog: der4weg.blogspot.com auf diesen, meinen zweiten Blog gekommen. Oder vielleicht auch auf andere Weise auf diesen Blog aufmerksam geworden. Ich möchte alle recht herzlich begrüssen.

Hier werde ich meinen Fortsetzungsroman mit dem Titel:

                         MEIN WEG ZUM GARTEN EDEN


so nach und nach und je nach Schreiblaune veröffentlichen.

Über den Inhaltsverlauf kann ich nichts berichten. Denn das Manuskript ist noch im schöpferischen Urgrund vergraben und ich muss es erst mit Hilfe meiner Intuitionen so nach und nach ausgraben.

Nichts ist vorgeplant. Wie immer schreibe ich total intuitiv und tippe meine Eingebungen sehr schnell herunter. Ich bin nicht besonders gut im Rechtschreiben und deshalb möge man mir einige Rechtschreibfehler nachsehen. Wenn ich welche entdecke werde ich sie ausbessern.

Viel Spass bei dieser Fantasiegeschichte.  Oder ist es doch eine wahre Begebenheit? Wer weiss!

Herzliche Grüsse von Hans