Montag, 26. März 2012

Fortsetzung 20

Gut, der Rest dieser Inkarnationsrunde ist schnell erzählt. Ich vernachlässigte meine Regierungsgeschäfte, denn dazu hatte ich ja meinen Kanzler. Als inzwischen gewiefter Lügner konnte ich das Volk mit meinen Revolvergeschichten einwickeln und jeden gegen jeden aufhetzen. Die Waffen klirrten und in die Kassen meiner Waffenfabrikanten klimperte es kräftig. Man zollte mir Lob aber respektierte mich nicht. Ich bekam zwar ein paar Milliönchen als Zuckerbrot aber es fehlte die Butter darauf.

Ich wurde Grössenwahnsinnig und gierig wie eine Hyäne.  Ich bemerkte nicht, dass man mich so langsam kalt stellte. Und als ich es bemerkte machte ich einen gravierenden Fehler. Ich stänkerte gegen die Bankbosse und wollte eine eigene Bank gründen. Ich wollte mit den Grossen am gleichen Tisch sitzen. Aber dies waren alles Inzuchtsbrüder und liessen keinen von "draussen" in ihre Karten sehen. Ich wurde denen lästig. Ohne, dass ich in meinem Grössenwahn etwas bemerkte. Ich schiss sogar meinen Kanzler zusammen. Das war dann mein grösster Fehler. Denn der war ein Schalthebelchen der Familie. Ein kleines zwar, aber eben ein Hebelchen. Mit irgendeinem Flittchen von einem Banksterpapa verheiratet.

Nun denn, ich wurde vergiftet. Mit Fliegenpilzgift. Aber diesmal mit der richtigen Dosis. Das nennt man Karma. Wie schön sind doch die Zusammenhänge. Wie humorvoll doch das Weltgeschehen. Aber natürlich nicht für mich. Noch zornerfüllt schlich ich mich durch den Tunnel. Gegenüber stand schon mein Schutzengel. Mal sehen was mir diesmal blüht.

Fortsetzung folgt!